Aufgrund der steigenden Anforderungen an die bauphysikalischen Werte (bessere Wärmeleitzahlen) bei Wandbaustoffen wird in den KLB-Werken modernste Aufbereitungstechnik in Form von "Bimswaschanlagen" eingesetzt.
Der Ruf nach besseren Wärmeleitzahlen bedingt die Verarbeitung leichter Rohstoffe. Naturbims als vulkanisches Auswurfgestein ist ein natürlicher, poriger Rohstoff der sehr leicht ist. Beim Vulkanausbruch vor ca. 13000 Jahren im Bereich des heutigen Laacher Sees aber wurden kleinste Schiefer-, Basalt- und Lavalapilli (Steinchen des Deckgebirges) mit aus der Erde geschleudert und regneten zusammen ab. Es gilt also den Bims von diesen „Verunreinigungen“ zu befreien.
Die einfachste und anfangs praktizierte Bimsreinigung war das Absetzverfahren. Das aus der Grube angelieferte Bimsmaterial wurde in ein großes Wasserbecken geschüttet, wo der Bims mit seiner Rohdichte < 1,0 kg/dm³ auf der Oberfläche schwamm, während die schwereren Steinchen auf den Grund absackten. Bei der sog. Windsichtung wurde der Bims über ein starkes Windgebläse geschüttet. Bei diesem verfahren flog der leichte Bims mehrere Meter weit weg während die schwereren Teilchen unmittelbar hinter dem Luftstrom zur Erde fielen.
Beide Verfahren waren nicht für eine mengenmäßig große Ausbeute zu gebrauchen und zeigten oftmals ein unregelmäßiges Ergebnis.
Eine höhere Qualität und Quantität liefern heute die nahezu vollautomatischen Wäschen, die in einem Arbeitsgang den Bims reinigen (Waschen) und separieren (Absieben). Der angelieferte Bims gelangt nach dem Weg durch einen Zwangsbrecher, der das Material auf ein Größtkorn von rd. 12 mm bricht, über ein Förderband in den Waschbehälter. In diesem, laufend mit gereinigtem Wasser versorgten Bad, wird der Bims über ein auf und ab schwingendes Rüttelblech von anhaftenden Erdteilchen und Steinchen befreit. Durch das ständig zulaufende und wallende Wasser schwimmt der Bims auf und verlässt über den Rand des Waschbehälters den eigentlichen Waschvorgang. Während die Reststoffe, Erde, Steinchen und ggf. schwererer Bims nach unten absinken und ausgeschwemmt werden, läuft der völlig saubere Bims über Rüttelsiebe und wird in verschiedene Körnungen fraktioniert.
Die schweren Bestandteile werden anteilmäßig entsprechend den jeweiligen Rezepturen für Steine nach DIN 18153 „Mauersteine aus Beton“ eingesetzt. Die abgewaschenen Erdteile (Schluffe) lässt man in der nachgeschalteten Wasseraufbereitung absetzen und führt sie später dem zu rekultivierenden Boden zu.
Der strahlend weiße und saubere sog. Waschbims mit einer Schüttdichte von nunmehr 250 – 30 kg/m³ wird je nach Körnung und den Rezepturen der zu produzierenden KLB-Plan-Blöcke SW1 bzw. W3 oder KLB-Klimaleichtblöcke SW1 bzw. W3 der Rohdichteklassen 0,45 bis 0,60 eingesetzt.
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